... And Justice for All - Metallica - Review

... And Justice for All ... And Justice for All
Studioalbum von Metallica

Released: 25.08.1988
Label: Elektra Records
Produktion: ?
Anzahl der Titel: 9
Gesamtspielzeit: 65:06
ø-Spielzeit: 7:14

Review von thrawn
07.03.2009 - 04:19

Tja, für viele stellt die "Master of Puppets" den Meilenstein dar, manche hingegen kommen immer noch nicht darüber hinweg, dass seit der "Ride the Lightning" kein reiner Thrash mehr von Metallica zu hören sei. Andere hingegen meinen, dass die "Kill 'em All"-Scheibe, dass Non plus ultra darstellt. Aber Meinungen sind ja bekanntlich wie ..., ok, lassen wir das.

Wir befinden uns im Jahre 1988. Metallica arbeiten mit ihren neuen Bassisten Jason Newsted, welcher den tödlich verünglückten Cliff Burton beerbt hat, an dem Nachfolgealbum des Hammer-Albums "Master of Puppets". So viel vorweg: man hört auf dieser Scheibe klar und deutlich, dass die verblieben Herren, den Tod Ihres Freundes musikalisch verarbeitet wollten. Es klingt hart, es klingt düster, es klingt trocken. Ein Musikalischer Einzelgang der beiden "Köpfe" Urlich und Hetfield. Den Bass hört man auf diesem Album quasi gar nicht. Dafür harte Riffs, Tempowechsel, komplexe Songstrukturen und einen unheimlich rauhen James Hetfield. Der gute Jason schien hier ein Erbe angetreten zu haben, dass er nicht stemmen konnte.

Das Eröffnungsstück "Blackened" dürfte gleich jeden Metalfan zufriedenstellen. Ein richtig schönes Riffbrett - furztrocken und hart. Normalerweise würde man jetzt schreiben, dass dieses Stück, dem Zuhörer gleich mitteilt, was er auf dem kompletten Album zu erwarten hat. Dies würde den anderen Stücken allerdings nicht gerecht werden. Den der Titelgebene Song "... and justice for all" stellt das für Metallica-Verhältnisse wohl überragenste Stück dar. Mit fast 10 Minuten Spielzeit stellt dieses Stück eine schöne Zusammenfassung des Albums dar, bietet ein tolles Intro, einen wahnsinnig geilen Riff, Solos, die zu Kirks besten zählen dürften und einen James Hetflied, der sich über die Welt beklagt und sie verurteilt. - Ein Epos! Eine Hymne! "Eye of the beholder" kommt da wieder etwas rustikaler daher, fällt aber nicht weiter ab. Kommen wir zu "One". Mit "Fade to black" (Ride the Lightning) deuteten Metallica ja schon eindruckvoll an, dass sie in der Lage sind, tolle Halbballaden zu schreiben, was sie mit "Welcome Home" bestätigten.

Aber One stellt diesbezüglich alles in den Schatten: man hört leise Maschinengewehre, Explosionen, Schreie im Hintergrund. Ein Helikopter fliegt vorbei! Leise und bestimmt, ertönen die ersten Töne des Songs. Eine schöne Melodie ertönt - leicht melancholisch. Die Drums setzen ein, die Stimme von James Hetfield gesintn sich dazu und unterstützt den zuvor erwähnten melancholischen Unterton, nein, unterstreicht ihn. Herrlich. Wir hören hier allerdings keine Schnulze, die gewisse Härte ist immer vorhanden und findet nach zur Mitte des Songs seinen absoluten Höhepunkt, während es zum Ende hin zu einer reinen Thrashorgie mutiert. Leute, der Song ist definitiv Musikgeschichte!

The Shortest Straw: Hier darf sich der Zuhörer wieder etwas erholen. Nicht weil es ruhiger wird, sondern da es weder strukturierter zur Sache geht. Schöner Song! Trashattacke mit einem zuweilen hektisch keifendem J. Hetfield. Der Nachfolger "Harvester of Sorrow" bieten nach einem tollem Intro ein richtiges Groove-Monster. Langsam schleppend gehts vorran! "The frayed ends of sanity" tut es diesem Song gleich nach, kann aber nicht ganz mithalten - ist dennach aber ein gutes Stück. Danach kommt das dem verstorbenen Bassisten Cliff Burton gewidmete "To live is to die", welches eigentlich fast ein Instrumental hätte sein können, würde James nicht zwischendruch 4 Sätze ins Mikro brabbeln. Akustik-Intro, harte Riffs folgen und so gehts weiter... Auch hier zeigen die "Four Horsemen", zu was sie alles in der lage sind. Zudem bietet das Stück ein wenig erholung, ehe es dann mit dem finalen "Dyers Eve" noch mal so richtig eins auf die Zwölf gibt. Hier wird nochmal so richtig in alter Thrash-Manier die Axt rausgeholt und dürfte letztenendes auch die Thrashjünger vergangener Tage zufrieden stellen!

Fazit

Für mich ist "... and justice for all" das Metallica-Album! Zwar war es nicht mein erster Kontakt im Bereich Metal, aber es war der Grund dafür, dass mich der Metal ansich absolut überzeugen konnte. Demnach also das Metal-Album überhaupt und somit die volle Punktzahl! Man meckert ja gerne mal über die Produktion bei diesem Album, aber gerade diese, macht für mich zum Teil auch das Album aus. Ich liebe diesen Sound! Ein Album, dass ich mit vielen (guten) Erinnerungen verbinde.

Wertung:

(9,0 / 9)

Die Tracks in der Einzelbewertung

1 Blackend

2 ... And Justice for All

3 Eye of the Beholder

4 One

5 The Shortest Straw

6 Harvester of Sorrow

7 The Frayed Ends of Sanity

8 To Live Is to Die

9 Dyers Eve

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Review von Wertung Datum
hansdead

26.03.2009 - 08:39